
Städtisches Gymnasium für Jungen und Mädchen
mit bilingualem Zweig deutsch-englisch
46395
Bocholt, Schleusenwall 1
SCHULPROGRAMM
(Stand:
01/2010)
Gliederung
1. Besondere Ausprägungen des
Bildungsganges
2. Erarbeitung schulinterner Lehrpläne
3. Leistungsmessung und Leistungsbewertung
4. Pädagogisches Konzept für die
Erprobungsstufe
5. Mittelstufe
6. Oberstufe
7. Entwicklung eines Konzeptes zu
selbstverantwortlichem Lernen in der Sekundarstufe II
8. Weiterentwicklung des Unterrichts
II.
Erziehungsarbeit
1.
Konfliktlösung
in der Schule
2.
Schule ohne
Rassismus
3.
Dritte-Welt-Projekte
4.
Sexualerziehung
5.
Suchtprophylaxe
6.
Gesundheitserziehung
7.
Elternforum
III.
Förderung
1.
AGs
2.
Freiwillige
Übermittagbetreuung
3.
Schüleraustausch
4.
Teilnahme an
Wettbewerben
5.
Berufswahlorientierung
6.
Sportveranstaltungen
7.
Klassenfahrten/Kursfahrten
8.
Musical- und
Konzertaufführungen
9.
Schülerzeitung
10.
Schülersanitätsdienst
11.
Lernumgebung
1.
Schülervertretung
2.
Traditionspflege
3.
Information
V.
Begleitprogramm für die Ausbildung von
Studienreferendaren
VI.
Schulinterne
Arbeitsstrukturen
a.
Arbeitsgruppen
b.
Lehrerfortbildung
c.
Lehrerausbildung
V.
Evaluation und
Qualitätsentwicklung
I. Unterrichtsarbeit
1. Besondere Ausprägungen des Bildungsganges
Unsere Schule
ist Teil der Schullandschaft innerhalb der Euregio und sieht deshalb für
ihre Schülerinnen und Schüler und für die Zukunft als eine ihrer
Leitaufgaben die Vermittlung von Fremdsprachenkenntnissen und von Orientierungswissen
über Europa, vor allem über europäische Geografie, Politik,
Wirtschaft und Geschichte. Aber auch fundierte und differenzierte Kenntnisse in
den naturwissenschaftlichen Aufgabenfeldern und eine kommunikationstechnische
Grundbildung erlangen für die weiterführende Ausbildung und das
Berufsleben der Schülerinnen und Schüler eine bekanntermaßen
immer größere Bedeutung.
Diesen beiden Aspekten
trägt das Fächerangebot unserer Schule Rechnung:
In Bocholt bietet nur das
Mariengymnasium die Möglichkeit, einen bilingualen Zweig
Deutsch/Englisch (siehe
Anlage 1) zu besuchen. Dabei werden als Sachfächer Erdkunde, Biologie und Geschichte
in englischer Sprache unterrichtet. Es werden in der Regel zwei Klassen im
bilingualen Zweig eingerichtet, der auch in der Oberstufe weitergeführt
wird. Seit 1999 erhalten Jahr für Jahr die Abiturientinnen und
Abiturienten des bilingualen Zweigs ein Abiturzeugnis mit einem besonderen
Qualifikationsvermerk.
Neben den gängigen
Fremdsprachen Englisch (ab Klasse 5)
sowie Französisch bzw. Latein (ab Klasse 6 oder 8) können die
Schülerinnen und Schüler Niederländisch
( ab Klasse 8 oder 10) erlernen.
Dieses Angebot wird sicherlich auch wegen der Lage Bocholts - direkt an der
niederländischen Grenze - von den Schülerinnen und Schülern gut
angenommen. Leistungskurse können in Kooperation mit dem
St.-Georg-Gymnasium Bocholt durchgeführt werden.
Im Wahlpflichtbereich der
differenzierten Mittelstufe werden die Sprachen eher selten gewählt. Aber
infolge der bestehenden Zusammenarbeit mit dem St.-Georg-Gymnasium kommen
häufiger Kurse in einer dritten Fremdsprache zustande. Als weitere
Wahlmöglichkeiten werden in diesem Bereich die Kurse Biologie/Chemie,
Informatik und Ernährungslehre angeboten. Der Unterricht im
Fach Ernährungslehre ist einerseits historisch bedingt; schließlich
ging unsere Schule aus einer "höheren Töchterschule",
gegründet 1866, hervor. Andererseits haben die Inhalte dieses Faches in
einer von Fehlernährung und Lebensmittelrisiken geprägten Zeit eine
besondere Bedeutung, so dass es auch von daher sinnvoll erscheint, diese Tradition
weiter zu pflegen. Mit dem verstärkten Angebot in den naturwissenschaftlichen
Fächern im Wahlpflichtbereich
wird möglicherweise das
Wahlverhalten der Schülerinnen und Schüler in der Sekundarstufe II
beeinflusst. Ein erhöhtes Kompetenzgefühl nimmt teilweise den
Schülerinnen, die an unserer Schule die Mehrheit der Schülerschaft
ausmachen, die Scheu vor den naturwissenschaftlichen Fächern. Mit 50% in
den Chemiekursen der Oberstufe sind nämlich die Mädchen im Vergleich
zu anderen Schulen deutlich stärker repräsentiert. In den
Biologiekursen haben die Schülerinnen oftmals gar einen weitaus
größeren Anteil als die Schüler. Zurzeit bereiten wir als
weiteres Wahlangebot die Einrichtung eines Wahlpflichtkurses „Europa“ vor, der ab dem
Schuljahr 2010/2011 angeboten werden soll. Interessierten Schülerinnen und
Schülern soll so die Möglichkeit geboten werden, ihr Wissen über
Europa fachübergreifend zu vertiefen. Der schulinterne Lehrplan des Kurses
„Europa“ ist in Zusammenarbeit der Fachschaften Erdkunde, Sozialwissenschaften
und Geschichte bereits erstellt worden.
2. Erarbeitung schulinterner Lehrpläne
Es bleibt Aufgabe der Fachkonferenzen, die
schulinternen Lehrpläne, insbesondere im Blick auf die
Kernlehrpläne,
weiterzuentwickeln und mit der Kooperationsschule, dem
St.-Georg-Gymnasium, abzustimmen.
Bezüglich der bereits zur Verfügung
stehenden Kernlehrpläne sind von den betreffenden Fachschaften inzwischen
schulinterne Curricula erarbeitet worden.
3. Leistungsmessung und Leistungsbewertung
Auch die Kriterien der
Leistungsbewertung werden auf der Grundlage der geltenden Lehrpläne von
den Fachkonferenzen festgelegt.
In den Klassen der
Jahrgangsstufe 8 werden in Deutsch, Englisch und Mathematik Lernstandserhebungen durchgeführt,
in der Jahrgangsstufe 10 sog. Abschlussprüfungen, beides Prüfungsverfahren,
deren Ergebnisse sowohl in den jeweiligen Fachkonferenzen als auch in der
Schulkonferenz regelmäßig thematisiert bzw. ausgewertet werden und
so der schulinternen Qualitätsentwicklung und –sicherung
dienen.
4. Pädagogisches
Konzept für die Erprobungsstufe
Wie schon im
Zwischenbericht über den Stand der Schulentwicklung vom 14.2.1997
erwähnt, hat eine Arbeitsgruppe an unserer Schule ein Konzept für die
pädagogische Arbeit in der Erprobungsstufe erstellt und seitdem
fortwährend weiterentwickelt. Dieses Konzept bezieht sich einerseits auf
die Phase des Übergangs zwischen Grundschule und Gymnasium, in der die
Schülerinnen und Schüler "ihre" neue Schule und die
Lehrerinnen und Lehrer erleben (Tag der offenen Tür, Kennenlernnachmittag)
und die Lehrerinnen und Lehrer ihrerseits die Schülerinnen und
Schüler kennen und einschätzen lernen (Teilnahme der Grundschullehrer
an den Erprobungsstufenkonferenzen), baut aber auch inzwischen intensivierte
Interaktionen Grundschule – Mariengymnasium auf etwa durch Hospitationen
von KollegInnen an im Einzugsbereich liegenden Grundschulen (bisherige
Arbeitsthemen: „Einblicke in die Freiarbeit“;
„Freizeitmöglichkeiten im Außen- und Innenbereich“) bzw.
durch regelmäßig durchgeführte Sportwettkämpfe der Klassen
4 und 5. Andererseits erarbeiten die Schülerinnen und Schüler neue
Arbeitsweisen bzw. sie vertiefen bereits Erlerntes ("Freiarbeit",
Angebot des Beratungslehrers: Das Lernen lernen).
Vertieft wurden in den
zurückliegenden Schuljahren die schon seit längerem bestehenden
Patenschaften für die Klassen 5 durch die Erarbeitung eines dezidierten
Betreuungskonzepts für die Paten.
Um die
Klassengemeinschaft zu stärken, nehmen alle Schülerinnen und
Schüler zu Beginn der Jahrgangsstufe 6 an einem einwöchigen
Schullandheimaufenthalt in Nütterden teil.
Nicht zuletzt einem intensiven Kennenlernen der Schülerinnen und
Schüler untereinander diente zu Beginn des Schuljahres 05/06 eine
gemeinsame Lesenacht der Jahrgangsstufe 5, der ersten an der Schule
durchgeführten Veranstaltung dieser Art, die unter der Leitung der
Klassenlehrer stattfand und in Zusammenarbeit mit der Stadtbücherei
erfolgte. Im Schuljahr 06/07 erfolgte die zweite in gleicher Weise organisierte
und durchgeführte Lesenacht; in Zukunft wird sie regelmäßig zu
Beginn des Kalenderjahres unter der Regie der Klassenlehrer/Innen und begleitet
von den jeweiligen Deutschlehrer/Innen und den Klassenpatinnen und –paten
stattfinden.
Zwei Veranstaltungen
zum Thema Hochbegabung, die eine in Form eines Vortrages für die
AK-Leiter/Innen der AG „Aktive Schule“, die andere in der Bocholter
Lernwerkstatt, wurden hauptsächlich für die in der Erprobungsstufe
unterrichtenden KollegInnen abgehalten. Für dieselbe Zielgruppe fand im
laufenden Schuljahr eine vom Hauptseminarleiter Herrn Horster moderierte
Nachmittagsveranstaltung zum Sachkomplex „Methoden selbstständigen
Lernens in der Erprobungsstufe“ statt.
Bewährt
hat sich der an der Schule seit etlichen Jahren neben den allgemeinen
Sprechtagen durchgeführte Elternsprechtag für die Klassen 5, da er
von über 90% der betroffenen Erziehungsberechtigten besucht wird.
Zu
erwähnen ist überdies eine jeweils Ende Januar stattfindende
Abendveranstaltung für die Eltern der Fünftklässler zwecks
Bilanzierung des ersten halben Jahres an der neuen Schule unter der Leitung des
Schulleiters und der beiden Erprobungsstufenkoordinatoren.
Einer
kritischen Sichtung soll gleichfalls am Ende des Schuljahres 2007/08 ein zu institutionalisierendes
Treffen der Klassenlehrer/Innen der Jahrgangsstufe 5 mit den Grundschulkolleg/Innen
dienen, die ein großes Interesse daran haben, in Erfahrung zu bringen,
wie ihre ehemaligen Schülerinnen und Schüler die Eingangsphase des
Gymnasiums bewältigt haben.
Ein hoher
Stellenwert wird am Mariengymnasium der Leseförderung eingeräumt.
So wird im
ersten Halbjahr der Jahrgangsstufe 5 im Anschluß an eine organisierte
Führung durch das Bocholter Medienzentrum in allen Eingangsklassen eine
Klassenbücherei für die Phase der Erprobungsstufe eingerichtet, und
zwar mit wöchentlicher Ausleihe und regelmäßigen
Buchvorstellungen durch die Schülerinnen und Schüler in Form des
freien Vortrags.
Rund um den
„Tag des Buches“ führen die Deutschlehrer eine Lesereihe mit
ihren Lerngruppen durch. Seit einigen Jahren gestalten die Klassenlehrer beider
Jahrgangsstufen unter Beteiligung interessierter Referendarinnen und Referendare
einen Bastel- und Lesenachmittag im Advent in den Klassenräumen.
Die Eltern
erhalten Anfang Dezember von einigen Klassenlehrern sog.
„Bücher-Wunschzettel“ mit einer Liste altersgemäßer
aktueller Sachbücher und Kinder- bzw. Jugendromane als Anregung für
sinnvolle Weihnachtsgaben.
Einen markanten
Höhepunkt der Lesefördermaßnahmen in der Eingangsphase stellen
zweifelsfrei die Ende Januar/Anfang Februar durchgeführten Lesenächte
der 5. Klassen unserer Schule dar, an denen neben den Klassenlehrern auch die
jeweiligen Patinnen und Paten teilnehmen.
Gründlich
vorbereitet und durchgeführt werden an unserer Schule gleichfalls
alljährlich die Vorlesewettbewerbe des Börsenvereins des Deutschen
Buchhandels e.V.
Zur weiteren
Stärkung der Lesekultur ist für das Schuljahr 2009/10 die Einrichtung
eines Leseclubs in der Jahrgangsstufe 6 im Sinne der Stiftung Lesen geplant.
Seit drei
Jahren dient ein von Schülerinnen und Schülern der fünften
Klassen unter Mithilfe eines Lehrers gestaltetes Heft mit dem Titel „five
for five“ – alljährlich umfassend überarbeitet - den
Neuankömmlingen in der Jahrgangsstufe 5 in deren erster Schulwoche zur
Orientierung und Abwechslung.
Im Zuge einer intensivierten
individuellen Förderung ist im laufenden Schuljahr eine Förder-AG
„Rechtschreibung und Leseförderung“ für die
Jahrgänge 5 und 6 unter der Leitung einer Referendarin eingerichtet
worden.
5. Mittelstufe
Die
Mittelstufe mit den Jahrgangsstufen 7 bis 10 bildet die Klammer zwischen der
Erprobungsstufe und der Oberstufe des Gymnasiums. Der Bildungsauftrag der
gymnasialen Mittelstufe besteht zum einen darin, die Schülerinnen und Schüler
auf die Arbeit in der Oberstufe vorzubereiten. Zum anderen können aber auch nach den Vorgaben der
AO-SI bis zur Klasse 10 folgende
Abschlüsse erworben werden:
-
ein dem Hauptschulabschluss gleichwertiger
Abschluss
-
ein dem Hauptschulabschluss nach Klasse 10
gleichwertiger Abschluss
-
der mittlere Schulabschluss nach Klasse 10
(Fachoberschulreife)
Seit dem
Schuljahr 2006/2007 werden die erbrachten Leistungen am Ende der Jahrgangsstufe
10 auch durch die Zentralen Abschlussprüfungen in den Fächern Deutsch,
Englisch und Mathematik ermittelt.
Sowohl
die Schulzeitverkürzung auf 12 Jahre (G8) als auch die eingeführten
Zentralen Prüfungen führen zwar in einigen Bereichen zu
Veränderungen in der Mittelstufe, diese widersprechen jedoch dem Ziel der
Konzeption nicht, den Schülerinnen und Schülern Hilfen zur Entwicklung eigenverantwortlichen
Handelns zu geben und sie in den dazu grundlegenden Fertigkeiten, Fähigkeiten
und Kenntnissen zu schulen. Viel stärker als bisher wird es darauf ankommen,
die Schülerinnen und Schüler dazu zu befähigen, am Ende der
Jahrgangsstufe 10 eine für sie hinsichtlich ihrer weiteren Schul- und
Ausbildungslaufbahn sinnvolle Entscheidung zu treffen. Dem bislang nahezu
„automatisierten“ Übergang in die Oberstufe durch die
Versetzung mit Qualifikationsvermerk steht nun – nach dem Grundgedanken
des neuen Schulgesetzes – eine stärkere eigenverantwortliche
Entscheidung durch die Schülerinnen und Schüler gegenüber.
-
Wahl der 2. Fremdsprache
Seit
dem Schuljahr 2006/2007 wird nach
einem umfangreichen Beratungsangebot (Elterninformationsbrief, Elterninformationsabend,
Schülerinformation) die Wahl für die 2. Fremdsprache (Latein oder
Französisch) durchgeführt. Diese Wahl findet also schon am Ende der
Jahrgangsstufe 5 statt.
-
Pflichtbereich
Der
Pflichtbereich umfasst in den Jahrgangsstufen 7 und 8 im Rahmen der
vorgegebenen Stundentafel in der Regel 30 Wochenstunden, die in den meisten
Fächern im Klassenverband erteilt werden.. In den Jahrgangsstufen 9 und 10
umfasst er 28 Wochenstunden mit zusätzlichen 3 bzw. 4 Wochenstunden im
Wahlpflichtbereich II, der im Kurssystem organisiert wird.
-
Wahlpflichtbereich
Individuelle
Akzente können die Schülerinnen und Schüler ab der
Jahrgangsstufe 9 (vom Schuljahr 2008/2009 an ab der Jahrgangsstufe 8) im Rahmen
des Wahlpflichtbereichs setzen. Die Grundgedanken der Differenzierung in diesem
Bereich sind:
·
mehr Entscheidungsfreiheit
·
mehr Selbstverantwortung
·
erste Schwerpunktsetzung nach Neigung
·
praxisorientiertes Lernen
·
fächerübergreifendes Lernen
·
Lernen außerhalb des Klassenverbandes
Nach einer
umfangreichen Beratung wählen die Schülerinnen und Schüler ein
Schwerpunktfach verbindlich für die beiden Jahrgangsstufen 9 und 10. Die
Beratung umfasst auf der Schülerebene eine allgemeine Einführung in das System durch den
Mittelstufenkoordinator und eine fachspezifische Information durch die
Fachlehrerinnen und Fachlehrer der angebotenen Fächer des Bereichs. Auf
der Elternebene erfolgt die Information zunächst durch einen Elternbrief.
Für Interessierte findet darüber hinaus ein Elterninformationsabend
mit anschließender Einzelberatung statt.
Im
Wahlpflichtbereich können die Schülerinnen und Schüler unserer
Schule aus folgenden Neigungsschwerpunkten wählen:
·
Latein als 3. Fremdsprache
·
Französisch als 3. Fremdsprache
·
Informatik
·
Ernährungslehre
·
Chemie / Biologie
·
Europa
In allen
Kursen des Wahlpflichtbereichs wird der Unterricht im Umfang von drei
Wochenstunden erteilt.
Welche
Fächer jeweils konkret unterrichtet werden, hängt von dem Wahlverhalten
der Schülerinnen und Schüler und der Personalsituation des Kollegiums
ab.
Im
Rahmen der pädagogischen Gesamtkonzeption unserer Schule findet sich ein
umfangreiches Angebot an Arbeitsgemeinschaften, Projekten und Veranstaltungen,
die speziell für den Bereich der Mittelstufe konzipiert und in
verschiedenen unterrichtlichen und außerunterrichtlichen Institutionen
verankert sind.
An
dieser Stelle sollen die wichtigsten Angebote benannt werden. Eine
detailliertere Vorstellung findet sich unter den jeweiligen Gliederungspunkten
des Schulprogramms:
·
Streitschlichtung
·
Schülersanitätsdienst
·
Sexualerziehung – Projekt
„Hautnah“
·
Suchtprophylaxe – Projekt
„Love-Parcours“
·
Schüleraustausch mit dem College Charlemagne in Bruyeres
·
Sprachreise nach Canterbury
·
Skifreizeit bzw. Segeltörn (Kl. 10)
·
Berufswahlorientierung mit
Schülerbetriebspraktikum
6.
Oberstufe
Aufbau
Zur Oberstufe (Sekundarstufe II)
gehören die Jahrgangsstufe 11 - 13.
In der Einführungsphase
(Jahrgangsstufe 11) werden die Schülerinnen und Schüler mit den
inhaltlichen und methodischen Anforderungen des
Unterrichts in der gymnasialen Oberstufe vertraut gemacht. Die darauf aufbauende Qualifikationsphase
(Jahrgangsstufen 12 und 13) bereitet systematisch auf die Abiturprüfung
vor. Die Qualifikationsphase ist als Einheit zu sehen. Die Leistungen in dieser Zeit bestimmen schon zu etwa einem Drittel
die Punktzahl für die Gesamtqualifikation im Abitur
(Abiturdurchschnittsnote).
Das Kurssystem
Der Klassenverband der Sekundarstufe I wird durch ein
Kurssystem ersetzt. Die Fächer der gymnasialen Oberstufe werden in der
Regel in dreistündigen Grundkursen und ab Jahrgangsstufe 12 werden 2
Fächer in fünfstündigen Leistungskursen unterrichtet. Neu
einsetzende Fremdsprachen werden als Grundkurse immer vierstündig und
Angleichungskurse in der Jahrgangsstufe 11
zweistündig unterrichtet. Zur besonderen Förderung der nach der
Klasse 10 von einer Real- oder Hauptschule in die gymnasiale Oberstufe
kommenden Schülerinnen und Schüler werden diese am
Mariengymnasium in der Jahrgangsstufe 11 in den Kernfächern Deutsch,
Englisch und Mathematik zur Angleichung der Lernvoraussetzungen im Klassenverband
und in vierstündigen Kursen unterrichtet.
In der Jahrgangsstufe 11 sind 10-11
Fächer zu wählen, ab der Jahrgangsstufe 12 belegen die Schülerinnen und Schüler zwei
Fächer als Leistungskurse und 6-8 Grundkurse. Die Wahl der Fächer richtet sich zum einen nach
den Vorgaben, die in der Ausbildungs- und Prüfungsordnung festgelegt sind, zum anderen nach den individuellen
Neigungen der Schülerinnen und Schüler.
Die Fächer der gymnasialen Oberstufe
Die Fächer der gymnasialen
Oberstufe sind drei Aufgabenfeldern zugeordnet. Am
Mariengymnasium werden folgende Fächer unterrichtet:
- Aufgabenfeld
I (sprachlich-literarisch-künstlerischer Bereich):
Deutsch, Englisch, Französisch, Lateinisch,
Niederländisch, Kunst, Musik, Literatur
Aufgabenfeld II (gesellschaftswissenschaftlicher Bereich):
Geschichte, Sozialwissenschaften, Erdkunde,
Erziehungswissenschaft, Philosophie
- Aufgabenfeld III (mathematisch-naturwissenschaftlich-technischer
Bereich):
Mathematik, Physik, Chemie, Biologie, Ernährungslehre, Informatik
Die Schüler und Schülerinnen
unseres bilingualen Zweiges erhalten in Fortsetzung der Belegverpflichtung
in der Sek. I in der Jahrgangsstufe 11 den Unterricht in Geschichte und Erdkunde auf Englisch. Eines dieser Fächer wird in der 12 als 3.
oder 4. Abiturfach fortgesetzt und ab Jahrgangsstufe 12 muss Englisch als
Leistungskurs belegt werden.
Der besonderen Nähe zu
den Niederlanden wird Rechnung getragen durch das Angebot, in der Oberstufe
Niederländisch als neu einsetzende Fremdsprache erlernen zu können,
was sich allgemein großer Beliebtheit erfreut.
Die musikalisch-künstlerischen
Pflichtbedingungen in der Qualifikationsphase können auch durch einen einjährigen instrumentalpraktischen oder
vokalpraktischen Kurs in der Jahrgangsstufe 12 erfüllt werden.
Eine weitere Besonderheit des Profils des Mariengymnasiums
ist das Angebot des Faches Ernährungslehre im Wahlpflichtbereich und der
Oberstufe. Bei naturwissenschaftlichem Schwerpunkt
wird Ernährungslehre als 2. Fach aus dem naturwissenschaftlich-technischen
Bereich gerne von den Schülerinnen und Schülern gewählt.
Durch die enge Kooperation mit dem benachbarten
St.-Georg-Gymnasium ist es möglich, ein so
großes Angebot an Kursen auch zu verwirklichen, sowohl im Grund- als auch
im Leistungskursbereich. Dadurch können möglichst viele
individuelle Schullaufbahnen realisiert werden.
Welche Kurse jeweils zustande kommen, liegt natürliche an den individuellen
Wahlen der Schülerinnen und Schüler beider Schulen und wird in
enger Absprache mit der Kooperationsschule
entschieden.
Zur Zeit werden am Mariengymnasium (zum Teil in Kooperation
auch am St.-Georg-Gymnasium) Leistungskurse
in folgenden Fächern angeboten: Deutsch, Englisch, Französisch,
Niederländisch, Geschichte, Sozialwissenschaft, Erdkunde,
Erziehungswissenschaft, Mathematik, Physik, Biologie.
Information und Beratung
Den Schülerinnen und Schülern stehen in der
Oberstufe die sie betreuende Jahrgangsstufenleiterin bzw. der Jahrgangsstufenleiter
sowie der Oberstufenkoordinator zur Seite. Diese informieren und beraten
sie über die jeweils anstehenden Schullaufbahnentscheidungen und helfen
bei organisatorischen Problemen. Jahrgangsstufenleiterin bzw. -leiter
übernehmen „Klassenleiterfunktion", sie planen Wandertage und
führen sie durch, sie sind zuständig für Beurlaubungen,
Krankmeldungen, Entschuldigungen usw. Dem Oberstufenkoordinator obliegt
die EDV-Verwaltung aller Schullaufbahnen und dabei insbesondere die Bildung der
Kurse und die Zuteilung der Schüler zu
den Kursen. Er ist das Bindeglied für die Kooperation mit dem Nachbargymnasium
St.-Georg.
Für die Information und Beratung
sind neben den in VV zu § 5 APO-GOSt vorgesehenen Terminen folgende Zeiten fest etabliert:
Jahrgangsstufe 10 für die Wahlen zur
11:
- Januar Erste
Informationen in den Klassen über Kurssystem der Oberstufe und ver-
schiedene Abschlüsse in der Oberstufe
Information der Eltern und Schüler der
Real- und Hauptschulen (Klasse 10) in Hinblick auf
Anmeldungen im Februar
- April Informationen zur Wahl für die 11
Vorstellung der in der Sek. I nicht
unterrichteten Fächer (Nl, Sw, Ew, Pl, If, El) Informationsabend für die Eltern
Individuelle Einzelberatung nachmittags
durch Oberstufenkoordinator und Beratungslehrer
(Teilnahme verpflichtend)
Jahrgangsstufe 11 für die Wahlen zur 12:
- April/Mai Information für die Wahl der
LK-Fächer und zur Gesamtqualifikation
Informationsabend für die Eltern
Individuelle Einzelberatung
nachmittags durch Oberstufenkoordinator und Beratungslehrer (Angebot)
Jahrgangsstufe 12 für die Wahlen zur 13:
- Mai Information zur Wahl für die Jahrgangsstufe
13
Die Beratungsangebote in Hinblick auf
Studien- und Berufswahl sind sehr vielfältig. Zunächst stehen natürlich alle Fachlehrer, die Beratungslehrer und der
Oberstufenkoordinator jederzeit mit Rat zur
Verfügung.
In unregelmäßigen
Abständen werden Vertreter der heimischen Industrie, der Bundeswehr oder auch von Universitäten für
Informationsveranstaltungen eingeladen.
Einmal jährlich findet im Rahmen
der Bocholter Hochschultage in einem der hiesigen Gymnasien ein Hochschulberatungstag statt, bei dem sich die Schülerinnen
und Schüler über das Angebot verschiedener Hochschulen und Fachhochschulen
der Umgebung informieren können.
Die Jahrgangsstufe 12 besucht
regelmäßig im Herbst die Universität Münster an deren Tag
der offenen Tür.
Zur Berufsorientierung kommt die Arbeitsagentur Bocholt jeweils im
Herbst in die Schule. Dabei können
sich die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 12 auch in
Einzelgesprächen individuell von kompetenter Seite beraten lassen.
Darüber hinaus bietet die Arbeitsagentur in regelmäßigen
Abständen über das Jahr verteilt Einzelberatungen in der Schule an.
Im Kiosk der Schule wurde ein Regal aufgestellt, in dem
speziell für die Oberstufenschüler die
inzwischen recht zahlreichen Magazine und CDs zur Berufswahlvorbereitung,
Informationsflyer von berufsrelevanten Betrieben und Institutionen,
Rundschreiben, die auf Informationsveranstaltungen, Tage der
offenen Tür, neue Studiengänge usw. hinweisen, ausliegen.
7. Entwicklung eines Konzeptes zu
selbstverantwortlichem Lernen in der Sekundarstufe II
Bereits 1996
fanden eine Fragebogenaktion zum Thema "Motive und Erwartungen im Hinblick
auf den Besuch der Oberstufe" und ein anschließender Projekttag mit
Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 11 und den sie unterrichtenden
Lehrerinnen und Lehrern
statt. Als
Ergebnis entstand eine Vereinbarung mit "Regeln für die
Zusammenarbeit von Lehrern und Schülern".
Am Ende der Mittelstufe und in der
Jahrgangsstufe 11 wird besonderer Wert auf methodisches Lernen als Voraussetzung
für selbstständiges Arbeiten gelegt. Die Schülerinnen und Schüler
werden aber auch durch entsprechende Informationen, den Besuch der
Stadtbücherei und (wo nötig) durch eine Einweisung in die Benutzung
des Internets auf die Anfertigung der Facharbeit in der Jahrgangsstufe 12
vorbereitet.
Fächerverbindendes/
fächerübergreifendes Lernen
Fächerverbindendes
und fächerübergreifendes Lernen wird den Schülerinnen und
Schülern durch verschiedene Angebote ermöglicht:
Im Wahlpflichtbereich
bieten die Kurse Biologie/Chemie
und „Europa“ - aber auch Informatik und Ernährungslehre -
Themenstellungen, die über die Grenzen eines Faches hinausweisen.
In den
regelmäßig alle drei bis vier Jahre stattfindenden Projektwochen
arbeiten die jahrgangsübergreifenden Gruppen - oftmals auch unter
Beteiligung von Eltern - eine Woche lang an fachübergreifenden Themen und
stellen am Präsentationstag ihre Ergebnisse vor. Von den
Organisationsteams werden jeweils im Anschluss Erfahrungsberichte erstellt, die
bei der Vorbereitung der folgenden Projektwochen recht hilfreich sind.
(Projektwoche 1989; Projektwoche 1992: "Unser Bocholt"; Projektwoche
1995: "Spielräume-Spielträume"; Projektwoche 1999:
"Mensch-Natur-Technik"; Projektwoche 2008: „Europa“)
Öffnung von Schule
Durch die unmittelbare
Begegnung mit der Lernwelt an außerschulischen Lernorten werden die
vielfachen Bezüge besonders deutlich, die das in der Schule Erlernte zur
Lebenswirk-lichkeit hat. Aus diesem Grunde stehen in allen Stufen
regelmäßige Fachexkursionen (Exkursionsziele: Ausstellungen,
Beratungsstellen, Betriebe, Zooschule Münster, Aquazoo Düsseldorf) auf dem
Plan. Dem „politischen Lernen vor Ort“ dienen Fahrten zum
Düsseldorfer Landtag (in der Jahrgangsstufe 10) und zum Europaparlament in
Brüssel (in der Oberstufe). Diese Fahrten gehören zum festen
jährlichen Programm.
In der Jahrgangsstufe 11
findet jeweils im Herbst eine literarische
Lesung (siehe Anlage 5) für alle Schülerinnen und Schüler
der Stufe statt. Der eingeladene Autor bzw. die Autorin liest aus eigenen Werken
und erzählt vom Umgang mit Sprache und von den Hauptmotiven des eigenen
Schaffens. Die Begegnung mit Schriftstellern motiviert die Schüler/Innen,
sich selbst stärker mit Sprache zu beschäftigen, und stellt einen
Beitrag zur Förderung der Lese-
kultur in der Oberstufe
dar. Zugleich eröffnet sie Einblicke in Lebenswelten außerhalb der
Schule.
Die Einladung von Experten und Zeitzeugen zur Teilnahme an
Diskussionen, Vorträgen und
Gesprächen im Rahmen des Fachunterrichts trägt zur Bereicherung des
Unterrichts bei und sorgt dafür, dass Sachkompetenz von außen in die
Schule hineingetragen wird.
Bei besonderen Anlässen, z.B. im Vorfeld von
Wahlen, finden in der Schule Podiumsdikussionen
mit kompetenten Vertretern gesellschaftlicher Gruppen statt.
8. Weiterentwicklung des Unterrichts
Bei der Weiterentwicklung des Unterrichts tragen vor allem die Fachkonferenzen unserer Schule eine große Verantwortung. In den regelmäßig stattfindenden Sitzungen der insgesamt 22 Fachkonferenzen erfolgt ein kontinuierlicher Austausch der Fachschaftsmitglieder über thematische, methodisch-didaktische sowie bildungspolitische Aspekte des jeweiligen Faches. Dieser Austausch garantiert eine ständige Weiterentwicklung von fachbezogenen und auch fachübergreifenden Inhalten. Auch die Eltern- sowie die Schülervertreter unterstützen und bereichern den Arbeitsprozess aktiv, so dass die in den Entwicklungsprozess einfließenden Ideen von allen am Schulleben beteiligten Personen getragen werden. Im Zentrum der Arbeit in den Fachkonferenzen stehen folgende Bereiche:
Neben
dem Austausch über thematische und methodisch-didaktische Inhalte des
jeweiligen Faches findet regelmäßig eine Präsentation und
Evaluation von aktuellen
Unterrichtsmaterialien statt. Die Fachkollegen treffen gemeinsam eine
Entscheidung über die Einführung neuer Lehrwerke und tauschen im Anschluss ihre individuellen Erfahrungen
aus.
Im
Hinblick auf das Zentralabitur sowie die zentralen Abschlussprüfungen in
der Klasse 10, jedoch auch aufgrund der Schulzeitverkürzung (G 8), ist die
Anpassung des schulinternen Curriculums
an die Bildungsstandards thematisiert und von vielen Fachkonferenzen – je
nach Vorliegen des entsprechenden Kernlehrplanes – auch bereits umgesetzt
worden. In Abstimmung mit dem jeweiligen Kernlehrplan bzw. den
Bildungsstandards wurden sowohl die inhaltlichen Vorgaben für die
einzelnen Jahrgangsstufen festgelegt als auch Grundsätze der Leistungsbewertung besprochen. In
diesem Zusammenhang ist eine fachinterne Angleichung von Kriterien zur Leistungsbewertung
erfolgt. Diese wird in einzelnen Fachschaften aktiv umgesetzt durch das
gemeinsame Konzipieren und Bewerten von Klassenarbeiten. Ebenso findet in den
betreffenden Fächern eine Evaluation der in den Jahrgangsstufen 10 und 13
durchgeführten zentralen Prüfungen statt.
Fächerübergreifende Zusammenarbeit
Fächerübergreifende
Themenstellungen werden vor allem in den im Wahlpflichtbereich angebotenen Kursen Biologie/Chemie,
„Europa“, Informatik und Hauswirtschaftslehre umgesetzt.
Darüber hinaus arbeiten Schülergruppen jedoch auch in der
regelmäßig stattfindenden Projektwoche
eine Woche lang an fachübergreifenden Themen und stellen ihre Ergebnisse
am Präsentationstag vor.
Am
Mariengymnasium finden regelmäßig Fortbildungen für das gesamte Lehrerkollegium statt (s. dazu
auch unter V./2.), in denen vorwiegend methodisch-didaktische Themenstellungen
gemeinsam erarbeitet und diskutiert werden. So fand im Jahr 2007 eine
Fortbildung zum Thema „Förderung der Teamfähigkeit“
statt, in der nach einer intensiven und ergebnisorientierten Arbeitsphase
allgemein verbindliche Absprachen zur Durchführung von Gruppenarbeit in
allen Klassen der Sekundarstufe I und II getroffen wurden.
Individuelle Förderung
Die
Fachkonferenzen organisieren die Teilnahme
an Wettbewerben, in denen vor allem besonders begabte Schüler ihre
Fachkenntnisse und Fähigkeiten anwenden können. Es nehmen
regelmäßig Schüler an mathematischen, fremdsprachlichen oder
sportlichen Wettbewerben teil, z.
B. an der A-lympiade oder am „Bundeswettbewerb Fremdsprachen“.
Ebenso
werden Angleichungskurse in den
Fächern Mathematik, Englisch und Französisch angeboten, die den
Schülern ihrem Leistungsstand entsprechende zusätzliche Lernangebote
bieten. Darüber hinaus haben die Schüler in zahlreichen AGs, so z.B. in der
Lese-Rechtschreib-AG, die Möglichkeit, gemäß ihrer
individuellen Fähigkeiten gefördert und gefordert zu werden.
Die
regelmäßig durchgeführten pädagogischen Fortbildungen tragen dazu bei, aktuelle
methodisch-didaktische Konzepte fachspezifisch in die Unterrichtsarbeit zu
integrieren und auch so den Umgang mit der Heterogenität der
Schülerschaft zu schulen.
Seit mehreren Jahren wird
an unserer Schule mit allen an der Schule Beteiligten auf ein
pädagogisches Gesamtkonzept hingearbeitet. Einige bisher verwirklichte
Ansätze seien vorgestellt:
1. Konfliktlösung in der Schule
Entscheidendes Ergebnis der
Konferenz vom 23.10. 2000 war ein Appell der Lehrerinnen und Lehrer an die
Schülerinnen und Schüler unserer Schule, der von allen Klassenlehrer/Innen
der Sekundarstufe I und allen Lehrer/Innen der Leistungskurse in ihren Lerngruppen
bekannt gegeben und diskutiert wurde. Ein Exemplar des Textes wurde den
Klassensprechern ausgehändigt. Er sollte die Grundlage für eine
weitere Diskussion bilden.
Als Reaktion auf Konflikte
zwischen Schülerinnen und Schülern nahm unsere Schule nach
Beschlüssen der Lehrerkonferenz und der Schulkonferenz und nach Befragen
von Eltern und Schülern am Programm "Streitschlichtung in
Schulen" teil. In Kooperation mit dem "Kommissariat
Vorbeugung" der Kreispolizeibehörde Borken und dem Jugendamt der
Stadt Bocholt wurden im Januar 2001 vier Lehrerinnen und Lehrer unserer Schule
zu Betreuern und im März 2001 erstmals acht Schülerinnen und
Schüler, je zwei aus jeder 8. Klasse, in einem dreitägigen Kurs zu
"Streitschlichtern" (Mediatoren) ausgebildet. Seither ist die
Streitschlichtung als AG ein probates Instrument zur Konfliktbegegnung an
unserer Schule.
2. Schule ohne Rassismus
Im Jahre 2002 wurde dem
Mariengymnasium der Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit
Courage“ verliehen. Damit übernahm die Schule die Verpflichtung,
regelmäßig Aktionen durchzuführen, die der Überwindung von
Rassismus und Diskriminierung dienen. Europaweit tragen mittlerweile mehr als
600 Schulen den Titel „SOR-SMC“. Sie alle verbindet der Einsatz
für Toleranz und Offenheit, den unsere Schule in vielfältiger Weise,
etwa durch Aktionen am Holocaust-Gedenktag, an den Tag legt.
3. Dritte-Welt-Projekte
Das Mariengymnasium
unterstützt die Aktion „Tagwerk“
(siehe Anlage 6). Einmal im Jahr, kurz vor den Sommerferien, arbeitet eine
Gruppe von Schülerinnen und Schülern auf freiwilliger Basis einen Tag
lang in verschiedenen Betrieben in Bocholt und Umgebung. Der Arbeitslohn dieses
„Sozialen Tages“ wird Projekten zur Verfügung gestellt, die
benachteiligten Kindern und Jugendlichen in der Dritten Welt zugute kommen.
Solidarisches Engagement
zeigt auch die SV unserer Schule, die den Tanigu-Kindergarten
in Khorixas/Namibia unterstützt,
in diesem Jahr mit einem Betrag in Höhe von 24.000€, der durch einen
von der Schülersprecherin Natalie Volmering angeregten Sponsorenlauf
erreicht werden konnte. Der Bocholter Paul Möllmann hat dieses Projekt ins
Leben gerufen und den Kindergarten selbst errichtet. Die Schülerinnen und
Schüler des Mariengymnasiums tragen mit dem Erlös
regelmäßig durchgeführter Aktionen zur Verpflegung und
Betreuung namibischer Kinder bei.
4. Sexualerziehung
Als Einführung in die
Sexualerziehung wird in Zusammenarbeit mit dem Café Karton und dem SKF
(Sozialdienst katholischer Frauen) in der Klasse 9 das Projekt „Hautnah“ durchgeführt. Ein
zusätzliches Angebot auch für die Eltern findet in diesem
Zusammenhang eine besonders positive Resonanz.
5. Suchtprophylaxe
Über das Ansprechen
der Problematik in den entsprechenden Unterrichtsfächern (Deutsch,
Religion, Politik, Biologie) hinaus finden für die Jahrgangsstufen 8 in
enger Zusammenarbeit mit Fachleuten für Suchtprophylaxe des Kreises Borken
und verschiedenen Selbsthilfegruppen regelmäßig Projekttage zur Suchtprophylaxe (siehe Anlage 7)
statt.
Im Rahmen der
Suchtprophylaxe wird die Stärkung des Selbstbewusstseins als neue
Komponente besonders herausgestellt. Zu diesem Zweck wird in Zusammenarbeit mit
externen Fachkräften den Schülerinnen und Schülern der
Jahrgangsstufe 8 ein erlebnispädagogischer
Tag im Schüttensteiner Wald angeboten.
6.
Gesundheitserziehung
Seit Oktober 2000 gibt es
an unserer Schule einen Schulkiosk, in dem unter dem Motto
"Gesundes Frühstück" in jeder 1. großen Pause von
engagierten Müttern Brötchen mit Käse und ökologischer
Wurst zubereitet sowie Säfte und Hefte aus Recycling-Papier verkauft
werden. Dieser Kiosk ist auf Initiative der Schüler entstanden und
wird von einem Arbeitskreis betreut,
in dem inzwischen ca. 50
Mütter mitarbeiten. Dieser Arbeitskreis wird von einem Lehrer der Schule
organisatorisch unterstützt.
Die
Biologie-AG
vermarktet die Früchte der auf den Schulhöfen angepflanzten
Obstbäume im schuleigenen Kiosk (Projekt
„Schulobst“). Auf diese Weise wird ein weiterer Beitrag zur gesundheitsbewussten
Ernährung geleistet.
7. Elternforum
Die Zusammenarbeit mit den
Eltern in Erziehungsfragen wird gefördert durch die Vortrags- und
Diskussionsreihe „Elternforum am Mariengymnasium“. In jedem Jahr
finden im Rahmen dieser Reihe zwei Veranstaltungen zu Fragen der Entwicklung,
Erziehung und Förderung von Kindern und Jugendlichen statt (siehe Anlage
8). Die Gespräche mit den eingeladenen Fachleuten stärken die
Erziehungskompetenz von Eltern und Lehrern.
1. AGs
In den zahlreichen Arbeitsgemeinschaften (s. Anlage 9) unserer Schule, inzwischen über 25, werden die Schülerinnen und Schüler über den Unterricht hinaus gefördert. Die AGs finden nachmittags statt und ermöglichen den Teilnehmern eine gezielte Entwicklung ihrer Fähigkeiten gemäß ihren Interessenschwerpunkten. Z.Zt. bestehen AGs im sprachlich-literarisch-künstlerischen Bereich (Schülerzeitung, Förder-AG Englisch für Kl. 5, Rechtschreib-AG für Kl. 5, Förder-AG Englisch für Jgst. 11, Italienisch für Anfänger, Theater-AG, DELF-AG, Cinémathèque- frz. Kinofilme, Wir besuchen Theateraufführungen: Kunst-AG, Französisch-Förder-AG, AG Cambridge Certificate), im musisch-kreativen Bereich (Schulchor, Marie Big Band, Instrumentenkarussel, Musical-AG „Donut City“), im naturwissenschaftlichen Bereich (Biologie, Physik, Wetter, Klima & Co., Chemie, Informatik), im sportlichen Bereich (Basketball, Mädchen-Fußball-AG, Tanzende Modenschau, Tanzkurs, Hip-Hop, Jungen-Fußball-AG, Handball, Schach für Anfänger, Schach für Fortgeschrittene, Selbstbehauptung und Selbstverteidigung) und im sozialen Bereich ( Schule ohne Rassismus, Pädagogik – mal praktisch!, Schulsanitäter, Streitschlichter), Sonstiges (Tastaturschreiben – 10-Finger-System / Exel / Word, Entspannungs-AG, Talente-AG, Rechtskunde, Koch-AG für zukünftige Studentinnen und Studenten) Außerdem gibt es eine Gottesdienst-AG. Das Gemeinschaftsgefühl im Lebensraum Schule wird dadurch gestärkt, dass sowohl Lehrer als auch Schüler und Eltern, die über die notwendigen Fachkenntnisse verfügen, als AG-Leiter fungieren. Darüber hinaus besteht eine Kooperation mit mehreren Sportvereinen, die noch weiter ausgebaut werden soll. Einige AGs werden als Schulsportgemeinschaften durchgeführt, die vom Landessportbund finanziell gefördert werden.
2. Freiwillige Übermittagbetreuung
Als Schule nehmen wir wahr, dass
sich die Lebenssituationen von Kindern und Jugendlichen wandeln und Eltern
durch veränderte Familienstrukturen auf ein verlässliches, dauerhaftes
Betreuungsangebot angewiesen sind.
Vor diesem Hintergrund hat das
Mariengymnasium zum Schuljahr 2003/2004 ein verlässliches Ganztagsangebot
eingeführt.
Träger des Projektes am Mariengymnasium ist der Förderverein unserer
Schule.
Die Teilnahme am Projekt ist
freiwillig und erfolgt für mindestens ein Schuljahr. Im ersten Jahr
(2003/2004) nahmen 18 Schülerinnen und Schüler das Angebot wahr, im
folgenden Jahr waren es 19, und im dritten Jahr wurden 24 Schülerinnen und
Schüler für die freiwillige Übermittagbetreuung angemeldet. Das
aktuelle Betreuungsangebot und der Zeitplan sind der Anlage 10 zu entnehmen.
Montags und donnerstags von 13.15 – 15.00 Uhr
bereiten die Kinder unter Anleitung der AG-Leiterin selbst ihr Mittagessen in
der Küche der Hauswirtschaft zu (AG „Gesundes
kochen“). Dabei erwerben
die Kinder grundlegende Fertigkeiten der Speisenzubereitung, erweitern ihre
Kenntnisse über gesunde Ernährung und vertiefen gleichzeitig soziale
Kompetenzen. Dienstags und mittwochs wird das Essen von einer Fachkraft
zubereitet, so dass an diesen Tagen noch Zeit für AGs bleibt. Der Raum 50
ist speziell für die Haus-aufgabenbetreuung eingerichtet. U.a. stehen den
Kindern hier ausgewählte Bücher, Lexika und mehrere Computer mit
entsprechender Lernsoftware zur Verfügung. Der von den Eltern
aufzubringende Kostenbeitrag für das Mittagessen, die
Hausaufgabenbetreuung und das AG-Angebot beträgt z.Zt. monatlich 30
€ pro teilgenommenen Wochentag, bei 4 Wochentagen aber lediglich 105
€.
3. Schüleraustausch
Der Anwendung des in der
Schule Erlernten und der Begegnung mit Jugendlichen aus anderen Ländern
dienen die internationalen Schülerbegegnungen und die Schulpartnerschaften
mit dem
Collège Charlemagne in Bruyères (Frankreich) und dem Teylingen College in Noordwijkerhout (Niederlande). Der Schüleraustausch fördert interkulturelles Lernen,
Offenheit, Toleranz und das Interesse an anderen Ländern.
4. Teilnahme an Wettbewerben
An dem Projekt ZISCH (Zeitung in der Schule) nehmen im Rahmen des Deutschunterrichts regelmäßig alle Klassen
der Jahrgangsstufe 10 teil.
Die sozialwissenschaftlichen Kurse der Oberstufe beteiligen sich am Börsenspiel des Sparkassenverbandes. Außerdem wird den SoWi-Kursen die
Teilnahme an der StartUp-Werkstatt
angeboten. Bei diesem Internet-Planspiel geht es um die Entwicklung des
Konzepts einer Existenzgründung und um die Förderung der dafür
notwendigen persönlichen Fähigkeiten.
Nach einer schulinternen Vorausscheidung beteiligen sich in jedem Jahr
Vertreter/Innen des Mariengymnasiums an dem Vorlesewettbewerb der
Deutsch-Französischen Gesellschaft Bocholt. Auch an dem Online-Wettbewerb am Deutsch-Französischen Tag (22.1.) beteiligen sich regelmäßig Schülerteams des
Mariengymnasiums.
Ebenso sind beim Vorlesewettbewerb des Börsenvereins des Deutschen
Buchhandels auf Kreisebene in jedem Jahr
Schüler/Innen der Jahrgangsstufe 6 des Mariengymnasiums vertreten.
Als einziges Gymnasium des Kreises Borken nimmt unsere Schule am
Mathematikwettbewerb A-lympiade teil.
Außerdem beteiligen sich regelmäßig zahlreiche
Schülerinnen und Schüler des Mariengymnasiums am Känguru-Wettbewerb. Auch hier gilt es, sich komplexen mathematischen Aufgaben zu stellen.
Mathematisch besonders begabte Schüler/innen werden alljährlich zur
Teilnahme an der „Schülerakademie Mathematik Münster (SAMMS)“ angemeldet.
Gemeinsam mit 8 europäischen Schulen führt das Mariengymnasium
von 2008 bis 2010 ein Comenius-Projekt durch.
Die an diesem Projekt beteiligten Schulen setzen sich zum Ziel, einen Beitrag
zur Förderung der europäischen Integration zu leisten. Dabei werden
sie von der Europäischen Union finanziell unterstützt. Comenius
fördert das Erlernen moderner Fremdsprachen und ermöglicht innovative
Wege der Zusammenarbeit und Partnerschaft schulischer Einrichtungen in Europa.
Unsere Comenius-Partnerschulen liegen in Griechenland, Italien, Litauen, Polen,
Portugal, Rumänien, Tschechien und der Türkei. Ein zweites
Comenius-Projekt für die Jahre 2010 bis 2012 ist bereits genehmigt.
5. Berufswahlorientierung
Die
Arbeit der Schule ist orientiert an einem qualifizierten Abschluss, der sowohl
einen direkten Einstieg in das Berufsleben nach der Klasse 10 oder nach den
Jahrgangsstufen 12 oder 13 als auch ein wissenschaftliches Studium nach dem
Abitur ermöglicht. Um die
Schülerinnen und Schüler auf ihre Entscheidungen für einen Beruf
vorzubereiten, werden ihnen viele Hilfen geboten:
· In der Jahrgangsstufe 9 findet ein zweiwöchiges Schülerbetriebspraktikum statt, das im Deutschunterricht vorbereitet, während der Durchführung von Lehrern begleitet und schließlich im Deutschunterricht ausgewertet wird. Einerseits soll dieses Praktikum Einblicke in die Arbeitswelt vermitteln, andererseits können die Schülerinnen und Schüler in dieser Zeit ihre Neigung und Eignung in Bezug auf einen bestimmten Beruf überprüfen. Ihre Beobachtungen und Analysen fassen die Praktikanten in einer Praktikumsmappe zusammen. Vorbildliche Mappen werden alljährlich im Rahmen einer Ausstellung der interessierten Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
·
In der Jahrgangsstufe 9 oder 10 besuchen die Schülerinnen und
Schüler gemeinsam das BIZ (Berufsinformationszentrum
der Agentur für Arbeit), das als sogenanntes BIZ-Mobil
einmal im Jahr in Bocholt stationiert ist und gewinnen so weitere Einblicke in
Berufswahlmöglichkeiten.
·
Im zweiten Halbjahr der Klasse 9 wird ein von der AOK Bocholt
angebotenes Bewerbungstraining
absolviert.
·
In Zusammenarbeit mit der Akademie Klausenhof in Hamminkeln-Dingden
wurde den Schülern der Jahrgangsstufe 10 bisher ein "Kompetenzcheck"
angeboten, um die beruf-liche Orientierung zu fördern. Für diesen
weiteren Baustein der Berufswahlorientierung wird ein neuer Träger
gesucht, da die finanzielle Förderung zwischenzeitlich von der
Landesregierung eingestellt wurde.
·
Auf den „Girls-day“ wird empfehlend hingewiesen.
Dieser kann bei vorhandenem Interesse von Schülerinnengruppen besucht
werden, um ihren Blick zu weiten auch auf die technischen und
naturwissenschaftlichen Berufsfelder.
In der Sekundarstufe II gibt es folgende
Maßnahmen zur Vorbereitung der Studien- und Berufswahl:
·
Aufgreifen des „Eignungstestes Berufswahl“ ( s. Kompetenzcheck in der
Klasse 10) in der Jahrgangsstufe 12, bisher in Zusammenarbeit mit dem
Geva-Institut München, der Gesellschaft für Verhaltensanalyse und
Evaluation,
·
die monatliche (individuell zu nutzende) Sprechstunde
des Beraters der Agentur für Arbeit in der Schule,
·
die allgemeine
Beratung durch Mitarbeiter der Agentur für Arbeit zu
Fragen der Berufswahl nach dem Abitur und der Bewerbung bei der ZVS,
·
die von der Agentur für Arbeit organisierten Informationsveranstaltungen
und berufskundlichen
Gespräche mit Vertretern aus der beruflichen Praxis zu
verschiedenen Berufsfeldern und Einzelberufen,
·
die Informationsveranstaltungen
verschiedener Universitäten (z.B. "Tag der offenen Tür" der
Universität Münster) und Fachhochschulen, hier vor allem der
Fachhochschule Bocholt,
·
die Teilnahme am Bocholter Hochschulberatungstag, der in jedem Jahr mit
Unterstützung der Sparkasse Bocholt und der VHS veranstaltet wird.
Alle fünf Jahre übernimmt das Mariengymnasium die
Organisation dieser Veranstaltung, auf der sich verschiedene Hochschulen
präsentieren und die Bocholter Oberstufenschüler über die
angebotenen Studiengänge informieren.
6.
Sportveranstaltungen
Mannschaften unserer Schule
nehmen - betreut von Kolleginnen und Kollegen - regelmäßig an regionalen
Sportwettkämpfen teil. Im Badminton und im Tennis wurden schon
Kreismeisterschaften gewonnen und auch Fußballmannschaften verschiedener
Altersstufen waren erfolgreich.
Vor den Sommerferien findet
in jedem Jahr ein "Tag des Sports" statt. Die Fachschaft Sport
organisiert unter Mithilfe der Schülerinnen und Schüler der
Sekundarstufe II und der SV ein Sportfest. Zudem nehmen einmal pro Schuljahr
Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 am sog. Lazy-Cup des
Leichtathletik-Zentrums Rhede teil.
7.
Klassenfahrten/Kursfahrten
Außer der Fahrt zu
Beginn der Klasse 6 (s. I. 4.) findet in der Klasse 8 oder in der Klasse 10
eine Klassenfahrt statt, die je nach Zeitpunkt mehr den Charakter einer Fahrt
zur Pflege der Klassengemeinschaft oder einer Abschlussfahrt hat. Das
Vorhandensein schuleigener Skiausrüstungen und die Tatsache, dass sich Kolleginnen
und Kollegen als Skilehrer zur Verfügung stellen, ermöglichen Skifreizeiten zu relativ günstigen
Preisen.
In der Jahrgangsstufe 8
wird eine einwöchige Sprachreise
nach Hastings und London
angeboten und alljährlich durchgeführt. Sie erweitert das Wissen
über englische Landeskunde und fördert die Motivation zum Erlernen
der englischen Sprache.
In der Sekundarstufe II
findet zu Beginn der Jahrgangsstufe 13 eine Studienfahrt statt, die in der
Regel an die Leistungskurse gebunden ist
8. Musical- und
Konzertaufführungen
Schon eine lange Tradition
haben die Musicalaufführungen an unserer Schule: „Ricky goes to
Rossendale“ (1989); "Marie" (1993); "Zerbrechlich"
(1995); "Zauberwald" (1997); "Sterne" (2000);
und "Märchen sind
grausam" (2005) (siehe Anlage 12). Texte und Musik wurden von Lehrern
und Schülerinnen und Schülern unserer Schule erarbeitet. Die jeweils
drei Aufführungen im Städtischen Bühnenhaus, das unserer Schule
auch als Aula dient, wurden von den Zuschauern begeistert aufgenommen. Von den
Musicals wurde in Zusammenarbeit mit einem in Bocholt ansässigen Studio
jeweils eine CD herausgegeben.
Im Mai findet das
alljährliche "St Mary’s
live in Concert“ (siehe Anlage 13) statt. Schülerinnen und
Schüler des Mariengymnasiums gestalten mit ihrer Musiklehrerin das
Konzertprogramm und geben Kostproben ihres musikalischen Könnens, wobei
unterschiedliche Instrumente zum Einsatz kommen. Auf diese Weise werden die
besonderen Fähigkeiten der Schüler/Innen im Bereich der Musik
öffentlichkeitswirksam dargestellt, was Anerkennung und Motivation mit
sich bringt.
9.
Schülerzeitung
Seit vielen Jahren existiert
an unserer Schule die Schülerzeitung "Schlüsselloch". Das
Redaktionsteam wird von einem Deutschlehrer beraten.
„Schlüsselloch“ erscheint regelmäßig zweimal im
Jahr.
10. Schülersanitätsdienst
An der Schule ist ein
Schülersanitätsdienst eingerichtet, der von einem Kollegen betreut
wird. Schüler ab Jahrgangsstufe 8 können sich für diesen Dienst
ausbilden lassen. Hier werden Fertigkeiten in erster Hilfe kostenlos
vermittelt.
11. Lernumgebung
Ein gepflegtes, gestaltetes
Äußeres spiegelt das innere Bild der Schule wider. Außerdem
fördert eine Umgebung, in der sich die Schülerinnen und Schüler
wohl fühlen, die Lernmotivation. Aber auch rein funktional profitiert die
Schulgemeinschaft von den permanenten Bemühungen um eine Verbesserung des
äußeren Erscheinungsbildes.
Die Pausenhalle vermittelt
einen harmonischen Gesamteindruck, seitdem sich hier durch das Aufstellen
großblättriger Pflanzen das Erscheinungsbild geändert hat.
Die beiden Schulhöfe
sind neu gestaltet worden mit Obstbäumen, Sträuchern, Begrünung
der Außenwände, Bänken und Spielgeräten.
Die Aktion „Schöner lernen“ wird in zweijährigem
Rhythmus als Klassenwettbewerb durchgeführt. In der Sekundarstufe I werden
die drei besten Klassen ausgezeichnet hinsichtlich der Ausstattung der
Klassenräume mit eigenen Kunstwerken, der Gestaltung der Fensterbänke
mit Blumen und Dekoration, der Sauberkeit und Ordnung.
1. Schülervertretung
Die erfolgreiche Arbeit der
Schülervertretung liegt unter anderem darin begründet, dass die Klassen-
und Jahrgangsstufensprecher in jedem Jahr zu einem zweitägigen Seminar
in Borken-Burlo zusammenkommen. In diesem Seminar wird die SV-Arbeit
vorbereitet, die "Neuen" erhalten Informationen und Tipps, das
Gefühl für die gemeinsame Verantwortung wird gestärkt. Auf
Initiative der Schülervertretung
- entstand der Kiosk
(s. II.6.),
- findet
regelmäßig vor Weihnachten eine Kuchenaktion statt, bei der
für einen sozialen Zweck gesammelt wird,
- gibt es Kaffee an
Elternsprechtagen,
- wird ein Ordnungsdienst
für die Schulhöfe organisiert,
- werden zur
Unterstützung von Projekten Benefizveranstaltungen
durchgeführt (s. dazu auch unter III/2).
2. Traditionspflege
Unsere Schule hat eine fast
140-jährige Tradition. Schon zum 125-jährigen Jubiläum wurde in
einem Sonderdruck der Zeitschrift "Unser Bocholt" vieles zur
Geschichte der Schule zusammengetragen. Zurzeit arbeitet eine Kollegin intensiv
an der "Geschichtsschreibung" des Mariengymnasiums. Durch
Interviews, Recherchen in Archiven und Funde in privaten Photoalben gelingt es
ihr, die Geschichte der Schule anschaulich darzustellen.
Die ehemaligen
Abiturientinnen und Abiturienten, die zu ihrem 25. und 50.
Abiturjubiläum zur jeweils aktuellen Abiturfeier eingeladen werden,
können viel zu dieser Arbeit beitragen. Sie bekunden in jedem Jahr ihre
Freude über diese Einladung. Aber auch für die "jungen"
Ehemaligen reißt die Verbindung zur Schule nicht ab: Auf den Internetseiten
des Mariengymnasiums können die Adressen aktualisiert und so auch die
Kontakte untereinander gepflegt werden (wenn die Funktion demnächst
implementiert ist).
Die ehemaligen Mitglieder des Kollegiums werden in jedem Jahr zur
Teilnahme am Lehrerausflug eingeladen.
3. Information
In regelmäßigen
Abständen gibt das Mariengymnasium Fotojahrbücher
heraus. Ein Literaturkurs der Jahrgangsstufe 13 erstellt das jeweils
aktuelle Fotojahrbuch unter Anleitung des Fachlehrers.
In jedem Schuljahr gibt die
Schulleitung unter dem Titel "Mariengymnasium aktuell" (s. Anlage 14) drei Ausgaben eines
Info-Briefes heraus. Schüler, Eltern und Lehrer werden auf diese Weise
über die vielfältigen Aspekte des Schullebens und über die
Entwicklung der Schule informiert. Im Sinne der Förderung einer
"Kultur der Anerkennung" wird in "Mariengymnasium aktuell"
auch über besondere Leistungen der Schülerinnen und Schüler
berichtet.
Die Gestaltung der Schulhomepage (www.mariengymnasium-bocholt.de) ist
ein Gemeinschaftsprojekt von Lehrern und Schülern. Die Homepage ist von
Schülern des Mariengymnasiums konzipiert worden und wird von der
Website-AG betreut. Die Mitglieder dieser Schüler-AG erwerben die
fachlichen Kenntnisse zur Betreuung der Schulhomepage in der Fachhochschule Bocholt,
die dankenswerterweise die Ausbildung unserer Schüler im PC-Pool der
Fachhochschule ermöglicht. Auf seiner Homepage stellt sich das
Mariengymnasium einer breiten Öffentlichkeit vor und informiert über
die einzelnen Elemente des Schulprofils. Außerdem wird mit Hilfe der
Homepage auch Kontakt mit den Ehemaligen gehalten (die Funktion wird
demnächst implementiert).
Die
Geschehnisse des Schullebens werden jedes Jahr in einer Schulchronik dokumentiert und festgehalten, die interessierten
Mitgliedern der Schulgemeinschaft und auch Außenstehenden zugänglich
gemacht wird.
Jeweils Ende November / Anfang Dezember lädt das
Mariengymnasium zu einem Tag der offenen Tür (siehe Anlage
15) ein. Diese Einladung richtet sich besonders an die Viertklässler der
Grundschulen und ihre Eltern, die unsere Schule kennen lernen möchten.
Aber auch Real- und Hauptschüler der Klasse 10, die nach dem erfolgreichen
Abschluss der Sekundarstufe I die gymnasiale Oberstufe besuchen wollen,
können sich an diesem Tag über das Bildungsangebot des
Mariengymnasiums informieren. Am Tag der offenen Tür stellen die
Fachschaften die Schwerpunkte ihrer fachlichen Arbeit dar. In den Fächern
Englisch und Mathematik wird den Besuchern die Teilnahme am Schnupperunterricht
angeboten. Die Lehrerinnen und Lehrer sowie die Schulleitung stehen für
Auskünfte und Gespräche zur Verfügung. Insbesondere wird dabei
der besondere Bildungsgang des bilingualen Zweigs erläutert. Ein
schüleraktivierendes Programm bietet zahlreiche Möglichkeiten, sich
in vielfältiger Weise selbst zu betätigen.
Jeweils am Ende des ersten Schulhalbjahres lädt
das Mariengymnasium drei Grundschulklassen der Jahrgangsstufe 4 zu einem
„Naturwissenschaftlichen Tag für Grundschulkinder“
(siehe Anlage 16) ein. Einerseits soll durch diese Veranstaltung das allgemeine
Interesse an den Naturwissenschaften gefördert werden. Andererseits soll
den Grundschulkindern ein Einblick in die Arbeitsweise der
naturwissenschaftlichen Fächer in der weiterführenden Schule
vermittelt werden. An diesem Tag haben die Grundschulkinder die
Möglichkeit, eine weiterführende Schule etwas intensiver kennen zu
lernen. Insofern dient diese Veranstaltung auch der Vorbereitung auf den
bevorstehenden Schulwechsel.
Die Pflege der Kontakte mit den Grundschulen ist auch
im Hinblick auf die gezielte Förderung unserer Schülerinnen und
Schüler der Erprobungsstufe (s. auch Punkt I.4.) von besonderer Bedeutung.
Daher nimmt der Leiter der Erprobungsstufe unserer Schule auf Einladung gern an
Informationsveranstaltungen der Grundschulen teil. Er berichtet dort über
den Bildungsgang am Gymnasium und über das besondere Schulprofil des
Mariengymnasiums.
Jeweils im Januar lädt das Mariengymnasium die
Schülerinnen und Schüler der Haupt- und Realschulen, die nach dem
Abschluss der Sekundarstufe I in die gymnasiale Oberstufe eintreten wollen, zu
einer Informationsveranstaltung ein.
Themen sind die Organisationsstruktur und der Bildungsgang der Sekundarstufe II
sowie das besondere Profil unserer Schule in diesem Bereich.
I.
Begleitprogramm für die Ausbildung von Studienreferendaren am Mariengymnasium
gemäß §14 OVP
Dem schulischen Teil des
Vorbereitungsdienstes zum Lehramt kommt ein hoher Stellen wert zu. Innerhalb der
Rahmenbedingungen, die das Studienseminar und die Ausbildungsordnung vorgeben,
hat die Schule die wichtige Aufgabe, den Ausbildungsprozess der
Studienreferendare/Innen zu organisieren und zu begleiten. Die Organisation des
Begleitprogramms wird hier dargestellt und erläutert.
Gemäß §9
OVP gestalten die Referendare/Innen ihre Ausbildung eigenverantwortlich, werden
jedoch zu jeder Zeit durch die Ausbildungskoordinatorinnen (AKOs) individuell
beraten. Die AKOs sind für die Umsetzung des Begleitprogramms am
Mariengymnasium verantwortlich und fungieren dabei als Schaltstelle zwischen
Studienseminar und Schule (vgl. §13 OVP). Sie unterstützen die Referendare/Innen
bei der Organisation und individuellen Gestaltung ihrer Ausbildung und bei
Problemen und Fragen zum Ausbildungs- bzw. eigenverantwortlichen Unterricht
sowie zu anderen schulischen Belangen innerhalb der Lehrerausbildung. Ferner
besuchen die AKOs die Referendare/Innen in regelmäßigen
Abständen in ihrem eigenverantwortlichen Unterricht und bei
Unterrichtsbesuchen. So kann aktueller Ausbildungsbedarf ermittelt und können
Ansprechpartner gefunden und vermittelt werden.
Außerdem ist es Aufgabe der AKOs in Absprache mit der Schulleitung
und den
Fachlehrern das Begleitprogramm umzusetzen, zu evaluieren und
weiterzuentwickeln.
Die Ausbildung der
Studienreferendare ist in vier Halbjahre mit verschiedenen Schwer-
punkten unterteilt:
1. Ausbildungshalbjahr: Orientierung
und Vorbereitung auf den bedarfsdeckenden Unterricht
2. Ausbildungshalbjahr: Individualisierung
und Professionalisierung
3. Ausbildungshalbjahr: Konsolidierung
4. Ausbildungshalbjahr: Konsolidierung und
Prüfung
Die für die
verschiedenen Ausbildungshalbjahre vorgesehenen Inhalte können ggf.
variieren, je nachdem ob die Referendarsgruppen ihre Ausbildung zu Beginn des
Schuljahres oder des Halbjahres beginnen (z.B. Hospitation bei
Abiturprüfungen).
1.
Ausbildungshalbjahr: Orientierung und Vorbereitung auf den
bedarfs-
deckenden Unterricht
|
Zeitlicher Rahmen/ Ausbildungs-situation |
Inhalte der
Ausbildung |
Zuständige Personen |
|
|
1. Tag |
·
Begrüßung in der Schule ·
Bekanntmachung mit Fachschaftsvorsitzenden, Fachkollegen und
Sekretariat ·
Aushändigen der Schulschlüssel ·
Besichtigung des Schulgebäudes |
Schulleitung AKOs Kollegium Sekretärinnen Hausmeister |
|
|
4-wöchige Intensivphase an den Schulen der FachleiterInnen |
|||
|
1. Woche |
·
Treffen mit den Referendaren der vorherigen Jahrgänge
(Gespräch hinsichtlich Erwartungen, notwendiger Vorbereitung,
Erfahrungen etc.) ·
Hospitation nach vorgegebenem Stundenplan
in beiden Fächern: „Klassentag“: Begleitung einer Klasse
an einem Unterrichtstag „Lehrertag“: Begleitung eines
Lehrers mit mindestens einem der beiden Unterrichtsfächer des
Referendars „Fächertage“: Hospitation in den beiden
Fächern bei verschiedenen Kollegen an mindestens zwei Unterrichtstagen (siehe
Anhang) ·
Auswertung der ersten Woche mit den Ausbildungskoordinatoren,
gemeinsames Erstellen des ersten Stundenplans für den folgenden
Ausbildungsunterricht |
AKOs Kollegium Referendare vorheriger Jahrgänge |
|
|
Beginn des Ausbildungs-unterrichts |
Die ReferendareInnen werden bedarfsgerecht und nachfrageorientiert
über schulische Abläufe informiert (- Schulgruppensitzungen) und zur Teilnahme am Schulleben
und der Gestaltung der eigenen Ausbildung angeregt und bei der
Durchführung unterstützt (F): o
Schulinterne und schulübergreifende Belange: -
Hausordnung, Verhalten bei Feueralarm -
Krankmeldung -
Vertretungsplan/Stundepläne der Referendare (Einreichen bei den
AKOs und beim Verantwortlichen für die Erstellung des Vertretungsplans) -
Teilnahme an Konferenzen (Lehrerkonferenz, Fachkonferenzen) -
Fehlstundenregelung -
Hausaufgabenerlass o
Lehrerfunktion „Unterrichten“: -
Gemeinsame Überlegung zur Wahl der Klassen/Fächer/Fachlehrer
(auch hinsichtlich des BdU) -
Kennen lernen und Umsetzen der schulinternen Curricula o
Lehrerfunktion „Erziehen“ -
Information über Erziehungs- und Ordnungsmaßnahmen unter
rechtlichen Aspekten o
Lehrerfunktion „Leistung messen und beurteilen“ F Hospitation bei der
Vorbereitung und Durchführung
mündlicher
Abiturprüfungen o
Lehrerfunktion „Diagnostizieren und Fördern“ -
Kennen lernen des Konzepts zur individuellen Förderung der Schule o
Lehrerfunktion „Beraten“ F Hospitation beim Elternsprechtag und
ggf. bei
Beratungsgesprächen mit Eltern bzw. Schülern in
Ausbildungsklassen/-kursen o
Organisieren und Verwalten -
Führen von Klassenbüchern und Kursmappen ·
Unterstützung bei der Organisation des Schulerkundungsprojekts ·
Beratung der Schulleitung hinsichtlich des Einsatzes der
Studienreferendare im eigenverantwortlichen Unterricht und als
stellvertretende Klassenlehrer |
AKOs Schulleitung Fachvor-sitzende/ Fachkollegen |
|
2. Ausbildungshalbjahr:
Eigenverantwortlichkeit und Professionalisierung
|
Zeitlicher Rahmen/ Ausbildungs-situation |
Inhalte der
Ausbildung |
Zuständige Personen |
|
BdU
Reflektion
über den aktuellen Entwicklungsstand im PEG |
·
Bestimmen von Mentoren für den BdU: Erfahrene in
Parallelgruppen unterrichtende Fachkollegen leisten Unterstützung bei
der Planung von Unterrichtsreihen sowie der Erstellung und Korrektur von
Klassenarbeiten und Klausuren Die ReferendareInnen werden bedarfsgerecht und nachfrageorientiert
über schulische Abläufe informiert (- Schulgruppensitzungen) und zur Teilnahme am
Schulleben und der Gestaltung der eigenen Ausbildung angeregt und bei der
Durchführung unterstützt (F): o
Lehrerfunktion „Erziehen“ -
Analyse von Disziplinproblemen im BdU und Erarbeitung von
Handlungsoptionen F Einbindung in die
Klassenleitung F Teilnahme an
Wandertagen/Klassenfahrten F Teilnahme an
Klassenpflegschaftssitzungen o
Lehrerfunktion „Beraten“ -
Vorbereitung auf den Elternsprechtag durch z.B. Rollenspiele F Ggf. individuelle
Fallberatung innerhalb der
Referendarsgruppe o
Lehrerfunktion „Diagnostizieren und Fördern“ F Teilnahme an
Förderstunden/Förder-AGs, ggf.
Angebot einer
eigenen AG o
Lehrerfunktion „Leistung messen und beurteilen“ -
Notendokumentation -
Erstellen und Beurteilen von Klassenarbeiten und Klausuren -
Beurteilung von sonstiger Mitarbeit o
Organisieren und Verwalten -
Information über „blaue Briefe“ -
Vorbereitung auf Zeugniskonferenzen -
Versetzungsordnung o
Evaluieren, Innovieren und Kooperieren F Durchführung von
Hospitationen innerhalb der
Referendarsgruppe zur Qualitätssicherung |
AKOs Fachkollegen |
3. Ausbildungshalbjahr:
Konsolidierung
|
Zeitlicher Rahmen/ Ausbildungs-situation |
Inhalte der
Ausbildung |
Zuständige Personen |
|
BdU Verfassen
der schriftlichen Hausarbeit |
Die ReferendareInnen werden bedarfsgerecht und nachfrageorientiert
über schulische Abläufe informiert (-
Schulgruppensitzungen) und zur Teilnahme am Schulleben und der
Gestaltung der eigenen Ausbildung angeregt und bei der Durchführung
unterstützt (F) à Ggf. Vertiefung oben
genannter Aspekte. Hier sollte insbesondere der individuelle
Förderbedarf der einzelnen Referendare in Bezug auf das zweite
Staatsexamen im Mittelpunkt stehen. ·
Hospitation in der
Schulkonferenz ·
Arbeit der
Schülervertretung -
Organisation/Rechtsgrundlagen -
Aufgabenbereiche der SV und der SV-Lehrer F Teilnahme an SV-Sitzungen
und SV-Versammlungen ·
Arbeit des Lehrerrates -
Organisation/Rechtsgrundlagen |
AKOs Fachkollegen SV SV-Lehrer Lehrerrat |
4. Ausbildungshalbjahr:
Konsolidierung und Prüfung
|
Zeitlicher Rahmen/ Ausbildungs-situation |
Inhalte der Ausbildung |
Zuständige Personen |
|
Zweites
Staatsexamen |
Die ReferendareInnen werden bedarfsgerecht und nachfrageorientiert
über schulische Abläufe informiert (-
Schulgruppensitzungen) und zur Teilnahme am Schulleben und der Gestaltung
der eigenen Ausbildung angeregt und bei der Durchführung
unterstützt (F) à Ggf. Vertiefung oben
genannter Aspekte. Hier sollte insbesondere der individuelle
Förderbedarf der einzelnen Referendare in Bezug auf das zweite
Staatsexamen im Mittelpunkt stehen. ·
Examensvorbereitung -
Themen des Kolloquiums aus schulpraktischer Sicht ·
Bewerbungstraining
für schulscharfe Auswahlverfahren |
AKOS |
Anlage
Stundenpläne für die
erste Woche am Mariengymnasium
Sven Brinkmann (E/Sp)
Dienstag, 03.03.09: „Klassentag“
·
Ganztägige
Begleitung der Klasse 6a
à Beginn: 1. Stunde in Raum 101
Mittwoch, 04.03.09: „Lehrertag“
·
Ganztägige
Begleitung eines Lehrers: Frau Kannemann
(E/Bi)
à Beginn: 1. Stunde: Klasse 7a, Raum
53
Donnerstag, 05.03.09: „Fächertag I“ (Sport)
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Stunde |
Klasse |
Lehrer |
Raum |
|
1. 8.00-8.45 |
7a |
Frau Hänisch |
neue Turnhalle |
|
2. 8.50
– 9.35 |
7a |
Frau Hänisch |
neue Turnhalle |
|
3. 9.50
– 10.35 |
5 |
Frau Hofmann |
neue Turnhalle |
|
4. 10.40
– 11.25 |
5 |
Frau Hofmann |
neue Turnhalle |
15.30 – 17.00
Uhr: GK 11, Herr Heidenreich, alte Turnhalle
Freitag, 06.03.09: „Fächertag II“ (Englisch)
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Stunde |
Klasse |
Lehrer |
Raum |
|
1. 8.00-8.45 |
GK 12 |
Frau Legeland |
R32 |
|
2. 8.50
– 9.35 |
GK 12 |
Frau Legeland |
R32 |
|
3. 9.50
– 10.35 |
6d |
Frau
Brockötter |
R102 |
|
4. 10.40
– 11.25 |
6d |
Frau
Brockötter |
R102 |
|
5. 11.40
– 12.25 |
7a |
Frau Kannemann |
R53 |
|
6. 12.30
– 13.15 |
·
Auswertung
der ersten Woche mit den Akos ·
Erstellen
des Stundenplans für den Ausbildungsunterricht |
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VI. Schulinterne Arbeitsstrukturen
a.
Arbeitsgruppen
Die schulinternen
Arbeitsstrukturen sind einerseits im Geschäftsverteilungsplan
(siehe Anlage 17) beschrieben.
Darüber hinaus wird in den nach dem
Schulgesetz vorgesehenen Gremien konstruktiv mit allen am Schulleben Beteiligten
zusammengearbeitet und oftmals kooperieren einzelne
Arbeitsgruppen zu aktuellen Themen für eine bestimmte Zeit miteinander
(Beispiele: Kiosk, Steuergruppe, Gestaltung des Schulgeländes nach Abriss
der Pavillonklassen).
Zudem hat sich
2002 die Arbeitsgemeinschaft
„Aktive Schule“ (siehe Anlage 18) etabliert, bestehend aus
fünf Arbeitskreisen, in denen alle Kollegiumsmitglieder sowie Eltern und
Schüler mitarbeiten, die an der Weiterentwicklung der Schule interessiert
sind. Diese Arbeitskreise sind für die folgenden Themengebiete
zuständig: „ Äußeres und inneres Erscheinungsbild des
Mariengymnasiums“, „Außerunterrichtliche
Aktivitäten“, „Öffentlichkeitsarbeit“,
„Interaktionen“ und „Mittelstufe“.
b. Lehrerfortbildung
Mit Beginn des Schuljahres 2007/08 trägt unsere
Schule der geänderten staatlichen Fortbildungskonzeption durch eine
umfassende Neugestaltung der schulinternen Lehrerfortbildung Rechnung,
indem eine in Zusammenarbeit mit dem Kompetenzteam des Kreises Borken
vorgenommene Planung erfolgt.
So sind nach einer ersten Arbeitssitzung mit der Co-Leitung des Teams für das 2. Halbjahr und das erste Halbjahr 2008/09 drei Pädagogische Tage vorgesehen mit den Themenschwerpunkten „Schulinterne Curricula“, „Mittelstufe als System“ und „Individuelle fachbezogene Förderung“, wobei bezüglich der letztgenannten Thematik in Zukunft auch eine Weiterbildung in schulübergreifenden Gruppen unter Leitung von Kolleg/Innen des Kompetenzteams erfolgen soll; der jeweilige persönliche Bedarf ist hier über die Fachkonferenzen, die auch eine regelmäßige Evaluation durchführen, zu ermitteln.
Eine für das zweite Halbjahr des laufenden Schuljahres zu besetzende Lehrerstelle ist im Übrigen mit der zusätzlichen Funktion „Fortbildungsplanung“ ausgewiesen.
Dem schulischen
Teil des Vorbereitungsdienstes zum Lehramt kommt seit der veränderten
Ausbildungs- und Prüfungsordnung (OVP) ein deutlich höherer
Stellenwert zu. Ein herausgehobener Aspekt der neuen OVP besteht darin, dass
die Referendarinnen und Referendare nach dem ersten Ausbildungshalbjahr
bedarfsdeckenden Unterricht erteilen müssen, der sie mit allen Pflichten
und Rechten des Lehramtes konfrontiert.
Innerhalb der Rahmenbedingungen, die das
Studienseminar und die Ausbildungsordnung vorgeben, hat die Schule die wichtige
Aufgabe, den Ausbildungsprozess der Lehramtsanwärterinnen und –
anwärter zu organisieren und unterstützend zu begleiten. Das
Mariengymnasium leistet dieses durch eine Ausbildungskoordinatorin und einen
Ausbildungskoordinator, die von der Schulleitung im Rahmen des
Geschäftsverteilungsplans
benannt worden sind.
Grundlage dieser die Ausbildung
begleitenden Arbeit ist es, die Referendarinnen und Referendare als Kolleginnen
und Kollegen anzusehen, die trotz der Tatsache, dass sie beurteilt werden
müssen, gleichwertige Gesprächspartner sind. Durch ihre Integration
in den Gestaltungsprozess unserer Schule erfolgt somit auf der Basis
gegenseitiger Akzeptanz ein Beitrag zur Qualitätsentwicklung. Im konkreten
Schulalltag zeigt sich diese Zielsetzung
z. B. darin, dass die von den Referendarinnen und Referendaren
ausgehenden innovativen Kräfte im Hinblick auf fachwissenschaftliche und
methodische Tendenzen für die gesamte Unterrichtsarbeit der Schule genutzt
werden, in die Fach- und Lehrerkonferenzen
einfließen und in vielen Einzelgesprächen nutzbringend
Verwendung finden.
Diese erklärte Zielsetzung wird
verfolgt durch eine Reihe von institutionalisierten Maßnahmen und
Veranstaltungen, von denen folgende genannt werden sollten:
v
Betreuung im Anschluss an die Intensivphase
·
Herstellen von Kontakten zu den Fachlehrerinnen und
Fachlehrern
·
Einführung in die Fachkonferenzen
·
Einführung in die Schulorganisation
·
Unterstützung im Hinblick auf die räumlichen und medialen
Gegebenheiten
·
Hilfe bei der Erstellung der ersten Stundenpläne
·
Vermittlung kompetenter schulischer Gesprächspartner
v
Begleitprogramm
·
In unregelmäßigen Abständen organisierte
Themenabende mit allen
Referendarinnen und Referendaren bzw. mit denen eines
Ausbildungsjahrganges. Je nach Bedarf werden Themen von den
Ausbildungskoordinatoren vorgegeben oder von den Referendaren vorgeschlagen.
Obligatorische Themen sind hierbei: Austausch unterrichtlicher Erfahrungen,
Schulerkundungsprojekt, Organisation und Planung des BDU,
·
Umgang mit Unterrichtsstörungen, Beratungsarbeit (z.B.
am Elternsprechtag), Vorbereitung des Planungs- und Entwicklungsgesprächs,
Vorbereitung auf das Staatsexamen u.a.
·
Einzelberatung durch die Ausbildungskoordinatoren
·
Unterstützung im bedarfsdeckenden Unterricht
(Hospitation und Beratung)
·
Teilnahme an Unterrichtsbesuchen der Seminarvertreter und
der Schulleitung einschließlich der Nachbesprechungen
·
Unterstützung
der Referendarinnen und Referendare in ihrem Bemühen um kollegiale
Fallberatung und den Aufbau eines
konstruktiven Arbeitsverhältnisses zwischen den Ausbildungsjahrgängen
Das oben erläuterte Verfahren hat sich durchweg bewährt und gezeigt, dass die kollegiale Kommunikation und das in den Referendarinnen und Referendaren ruhende Kräftepotential sowohl für die Ziele der Ausbildung als auch im Sinne einer schulischen Qualitätsentwicklung genutzt werden können.
VII. Evaluation und Qualitätsentwicklung
Die Lehrerkonferenz hat sich am 16.11.2005 dafür
ausgesprochen, zu Beginn des Jahres 2006 eine erste grundlegende Evaluation
unseres Schulprogramms einzuleiten. Durch Vermittlung von Frau Biltekin von der
Bezirksregierung Münster wird Herr Wolfgang Mecke mit zwei weiteren
Moderatoren Ende Februar eine pädagogische Fortbildung zur Evaluation und
Weiterentwicklung des Schulprogramms durchführen. Die genaue Planung soll
in einem Vorgespräch mit der Schulleitung und interessierten Kollegen am
11.1.06 am Mariengymnasium erfolgen.
Als Ziel wird die Aufarbeitung und kritische Bewertung
der in den einzelnen Arbeitsgruppen erzielten Ergebnisse durch das
Gesamtkollegium angestrebt. Diese so genannte „output evaluation“
soll überprüfen, inwieweit die in den Gruppen angestrebten Ziele
erreicht sind und wie der Weg dorthin verlaufen ist, ob sich die bisherige
Arbeit innerhalb solcher Gruppen fortführen lässt oder ob andere
Strukturen und auch womöglich andere Zielsetzungen gefunden werden
müssen, um die Qualitätsentwicklung am Mariengymnasium
voranzutreiben.
Mit zunehmender Eigenverantwortung der Schulen
gewinnt die Schulprogrammarbeit als schulinternes Steuerungsinstrument an
Bedeutung. Schulen sollen lernen, mit ihrem Programm Zielvereinbarungen sowie
Arbeitsprozesse und –ergebnisse abzubilden und unter Einbeziehung aller
an der schulischen Arbeit Beteiligten eigenständig zu reflektieren und
weiterzuentwickeln.
In diesem Zusammenhang ist es neben anderem wichtig, die auf Klassen- bzw. Jahrgangsstufensitzungen vereinbarten Beschlüsse auf ihre Umsetzung und Umsetzbarkeit hin regelmäßig zu überprüfen.
Deshalb werden die Klassenpflegschaftsvorsitzenden
und Jahrgangsstufenkoordinatoren gebeten, in Rücksprache mit den
betroffenen, d.h. in der jeweiligen Klasse bzw. Stufe unterrichtenden
Lehrerinnen und Lehrern, in der Sekundarstufe I insbesondere mit den
Klassenlehrerinnen und –lehrern, sowie mit den an der Realisierung
getroffener Vereinbarungen beteiligten Eltern den entsprechenden
Entwicklungsstand zu bilanzieren.
Eine solche zu Transparenz und höherer Effizienz unserer gemeinsamen schulischen Arbeit führende Zwischenbilanz als Antwort auf die Fragen „Welche unserer Vorhaben sind bis jetzt erreicht bzw. umgesetzt worden, welche müssen noch in Angriff genommen, welche evtl. bei der nächsten Sitzung zusätzlich ins Auge gefasst werden?“ ist einer positiven Weiterentwicklung unserer Schule sicherlich zweckdienlich.
Diese Überprüfung (Evaluation) wird vom Schuljahr 2008/09 an gegen Ende eines Halbjahres durchgeführt und die Ergebnisse sind über die Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer und durch die Jahrgangsstufenkoordinatoren der Schulleitung zu übermitteln; zu Beginn eines Schuljahres werden sie dann in den ersten Pflegschaftssitzungen thematisiert werden.